LADW - Lateinamerika-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

Morning Brief

Mittwoch, 17. Juni 2026  ·  Ausgabe 6  ·  Lesezeit 1 - 5 Min

Top News

01EU legt ersten gemeinsamen Vorrat an kritischen Mineralen an (Wolfram, Seltene Erden, Gallium); China verschärft ab 15. Juni die Förderkontrollen Rohstoffe 02G7-Gipfel in Évian endet ohne Gesamtkommuniqué, Erklärung zu kritischen Rohstoffen und Chinas Dominanz im Fokus Geopolitik 03EU-Rat verschärft den CBAM: Ausweitung auf nachgelagerte Güter und schärfere Anti-Umgehungsregeln (12. Juni) Berlin & Brüssel 04EU-China: EP-Aussprache heute in Straßburg, Fünfer-Koalition drängt auf härtere Linie gegen Überkapazitäten Geopolitik 05EU-Parlament besiegelt den 15-Prozent-Zollrahmen mit den USA, 440 Ja-Stimmen, Geltung bis Ende 2029 Berlin & Brüssel 06USMCA: zweite Verhandlungsrunde USA-Mexiko endet heute in Washington, Verlängerung über den 1. Juli hinaus erwartet Mexiko 07Super-Quarta heute: Copom (Selic 14,50 %) und Fed entscheiden, erste Fed-Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Warsh Brasilien 08Kupfer nahe Rekord, Section-232-Bericht zum US-Kupfermarkt bis 30. Juni fällig Rohstoffe 09Chile: Codelco/SQM-Gemeinschaftsunternehmen reicht in der zweiten Junihälfte die Umweltstudie für Salar Futuro ein Chile 10Europäischer Rat am 18./19. Juni: Wettbewerbsfähigkeit, globale Ungleichgewichte und der EU-Finanzrahmen 2028-2034 Brüssel 11EU-Mercosur: vorläufige Anwendung läuft seit 1. Mai, EuGH-Gutachten verzögert die Ratifizierung um bis zu 18 Monate Brüssel 12Argentinien: Mai-Inflation auf 2,1 %, tiefster Wert seit acht Monaten, Jahresrate über 33 % Argentinien 13Kolumbien vor der Stichwahl am 21. Juni: de la Espriella (43,7 %) gegen Cepeda (40,9 %) Kolumbien 14Deutschland: ifo-Exporterwartungen im Mai auf tiefstem Stand seit April 2025, Erholung erst ab dem zweiten Quartal Berlin & Brüssel 15Brasilien: Steuerreform-Pflicht ab 1. August, E-Rechnungen mit CBS und IBS, 10 % Quellensteuer auf Dividenden ins Ausland Mitglieder

Meldungen

RohstoffeRisiko

EU legt ersten gemeinsamen Vorrat an kritischen Mineralen an (Wolfram, Seltene Erden, Gallium); China verschärft ab 15. Juni die Förderkontrollen

Warum relevant: Wolfram, Seltene Erden und Gallium stehen im Zentrum von Elektromobilität, Verteidigung und Halbleitern. Neue chinesische Kontrollen und ein erster EU-Vorrat rücken die Versorgungssicherheit ganz oben auf die industriepolitische Agenda.

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Kontext

Die EU hat Wolfram, Seltene Erden und Gallium für ihren ersten koordinierten Vorrat an kritischen Mineralen ausgewählt und verhandelt mit großen Seehäfen über die Lagerung, um die Abhängigkeit von China zu verringern. Parallel hat China zum 15. Juni neue Förderkontrollen für strategische Minerale in Kraft gesetzt; Peking kontrolliert rund 60 Prozent der geförderten Seltenen Erden und über 90 Prozent der Verarbeitung. Nach den Gesprächen mit Brüssel öffnete China zwar einen 'grünen Kanal' für beschleunigte Ausfuhrgenehmigungen, doch die Lieferungen bleiben volatil.

Für Mitglieder

Magnet- und halbleiterabhängige Mitglieder sollten Bezugsquellen und Pufferbestände prüfen. Ein EU-Vorrat schafft mittelfristig Spielraum; die strukturelle Antwort bleibt die Diversifizierung der Lieferketten, auch Richtung Lateinamerika.

Quellen

MINING.COM →CSIS →

Geopolitik

G7-Gipfel in Évian endet ohne Gesamtkommuniqué, Erklärung zu kritischen Rohstoffen und Chinas Dominanz im Fokus

Warum relevant: Der Gipfel setzt den Ton für Handels- und Rohstoffpolitik der Woche. Wie geschlossen der Westen die Abhängigkeit von China adressiert, betrifft die Lieferketten und die Diversifizierungsstrategie der Industrie direkt.

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Kontext

Frankreich richtete den 52. G7-Gipfel vom 15. bis 17. Juni in Évian aus. Ein klassisches Gesamtkommuniqué war nicht geplant; die Staats- und Regierungschefs verabschiedeten gemeinsame Erklärungen, darunter eine zu beiderseitig vorteilhaften internationalen Partnerschaften. Gastgeber Frankreich drängte am Schlusstag auf eine Erklärung zu kritischen Rohstoffen, die die Abhängigkeit von China verringern und Investoren vor Gegenmaßnahmen und Dumping schützen soll. Brasilien nahm als Gast teil.

Für Mitglieder

Für die deutsche Industrie zählt vor allem, ob die G7 bei kritischen Rohstoffen geschlossen auftreten und ob es bei den transatlantischen Zöllen Bewegung gibt. Beides bestimmt das Umfeld für Resilienz und die Hinwendung zu verlässlichen Partnern in Lateinamerika.

Quellen

Reuters/KFGO →Consilium →

Berlin & Brüssel

EU-Rat verschärft den CBAM: Ausweitung auf nachgelagerte Güter und schärfere Anti-Umgehungsregeln (12. Juni)

Warum relevant: Der CO2-Grenzausgleich bestimmt die Importkosten für Stahl, Aluminium und Düngemittel. Eine Ausweitung auf nachgelagerte Produkte verändert Kalkulation und Lieferketten vieler Mitglieder.

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Kontext

Der Rat der EU einigte sich am 12. Juni auf eine allgemeine Ausrichtung, den CBAM auf bestimmte nachgelagerte Güter auszuweiten und die Anti-Umgehungsregeln zu verstärken; die Kommission begrüßte die Einigung. Der CBAM gilt seit 1. Januar 2026 in der Definitivphase für Eisen und Stahl, Zement, Düngemittel, Aluminium, Strom und Wasserstoff. Am 8. Juni legte die Kommission zudem eine technische Studie zu indirekten Emissionen vor.

Für Mitglieder

Importeure CBAM-pflichtiger Vorprodukte und nachgelagerter Güter sollten Lieferketten auf Umgehungsrisiken und neue Meldepflichten prüfen. Für Einfuhren aus Lateinamerika in die EU gewinnt der CO2-Fußabdruck an Gewicht.

Quellen

Consilium →Europäische Kommission →

GeopolitikRisiko

EU-China: EP-Aussprache heute in Straßburg, Fünfer-Koalition drängt auf härtere Linie gegen Überkapazitäten

Warum relevant: Eine schärfere EU-China-Linie kann Schutzmaßnahmen und Anti-Umgehungsinstrumente auslösen, die Lieferketten und Absatzmärkte der Mitglieder unmittelbar betreffen.

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Kontext

Im EP-Plenum steht heute die Aussprache zu den künftigen EU-China-Wirtschaftsbeziehungen an. Ein von Spanien, Italien, den Niederlanden, Frankreich und Litauen getragenes Papier fordert eine entschlossenere Antwort auf Chinas strukturelle Überkapazitäten. Hintergrund sind Pekings Exportkontrollen für Seltene Erden und Permanentmagnete, die westliche Lieferketten in Energie, Verteidigung und Technik verwundbar gemacht haben.

Für Mitglieder

Schnellere Schutzzölle und breitere Anti-Umgehungsbefugnisse könnten kurzfristig kommen. Mitglieder mit China-Exposure sollten Bezugsquellen für Magnete und Seltene Erden prüfen und die Diversifizierung Richtung Lateinamerika beschleunigen.

Quellen

SCMP →Euronews →

Berlin & BrüsselChance

EU-Parlament besiegelt den 15-Prozent-Zollrahmen mit den USA, 440 Ja-Stimmen, Geltung bis Ende 2029

Warum relevant: Mit dem Votum wird der Basiszoll von 15 Prozent rechtsverbindlich. Für die exportstarke Industrie bringt das vor allem Planungssicherheit, auch wenn die Zollhöhe eine Belastung bleibt.

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Kontext

Das Europäische Parlament billigte am 16. Juni mit 440 zu 151 Stimmen bei 50 Enthaltungen die Umsetzung des Turnberry-Abkommens von 2025. Washington begrenzt damit die Zölle auf EU-Waren auf 15 Prozent und gewährt strategischen Sektoren wie Luftfahrt und Pharma eine Meistbegünstigung. Die Regelung gilt bis Ende 2029 und enthält Schutzklauseln, die der EU eine Aussetzung der Zugeständnisse bei Vertragsbruch erlauben.

Für Mitglieder

Der 15-Prozent-Zoll ist für viele Mitglieder bereits eingepreist; entscheidend ist nun die Rechtssicherheit bis 2029. Der Suspendierungsmechanismus bleibt der Hebel, den Stahl- und Maschinenbauunternehmen im Blick behalten sollten.

Quellen

Eunews →GBAF →

Mexiko

USMCA: zweite Verhandlungsrunde USA-Mexiko endet heute in Washington, Verlängerung über den 1. Juli hinaus erwartet

Warum relevant: Der Ausgang bestimmt die Zollexposition in Mexikos Stahl-, Aluminium- und Automotive-Sektor, in dem viele deutsche Zulieferer und Hersteller produzieren.

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Kontext

Die USA und Mexiko führen in Washington die zweite bilaterale Runde im Rahmen der ersten gemeinsamen USMCA-Überprüfung; Themen sind Landwirtschaft und faire Wettbewerbsbedingungen. Präsidentin Sheinbaum dringt auf die Senkung oder Streichung aller Zölle für Waren, die die Ursprungsregeln erfüllen. Beide Regierungen signalisieren, dass die Gespräche über das Prüfdatum 1. Juli hinaus weiterlaufen werden. Section-232-Zölle von 50 Prozent haben Mexikos Stahlexporte bereits deutlich gedrückt.

Für Mitglieder

Für Mitglieder mit Nearshoring nach Mexiko ist der Verhandlungspfad zentral. Eine Einigung über Ursprungsregeln und Stahlzölle entscheidet über Standortkosten und die Attraktivität der Lieferketten in Nordamerika.

Quellen

Mexico Business →USTR →

Brasilien

Super-Quarta heute: Copom (Selic 14,50 %) und Fed entscheiden, erste Fed-Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Warsh

Warum relevant: Am selben Tag entscheiden Brasília und Washington über ihre Leitzinsen. Beides bewegt Real, Finanzierungskosten und das Investitionsumfeld der Mitglieder in der Region unmittelbar.

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Kontext

Der Copom veröffentlicht seinen Zinsentscheid heute um 18:30 Uhr Ortszeit (Brasília). Nach der Senkung auf 14,50 % Anfang Mai erwartet der Markt mehrheitlich (rund zwei Drittel) eine weitere Senkung um 25 Basispunkte auf 14,25 %, ein Drittel rechnet wegen der noch hohen Inflation (Mai 4,72 % im Jahresvergleich) und der Energiepreisrisiken mit einer Pause. Die US-Notenbank verkündet um 20:00 Uhr MESZ; ein Halten der Spanne von 3,50 bis 3,75 % gilt als nahezu sicher. Es ist die erste Sitzung unter dem im Mai vereidigten Vorsitzenden Kevin Warsh.

Für Mitglieder

Der brasilianische Leitzins zählt weiterhin zu den höchsten weltweit und verteuert lokale Finanzierung erheblich. Der Pfad der geldpolitischen Lockerung und Warshs erste Pressekonferenz prägen die Wechselkurserwartungen für das zweite Halbjahr.

Quellen

MercoPress →Fed-Vorschau →

RohstoffeRisiko

Kupfer nahe Rekord, Section-232-Bericht zum US-Kupfermarkt bis 30. Juni fällig

Warum relevant: Anhaltend hohe Kupferpreise und drohende US-Zölle auf raffiniertes Kupfer verteuern Vorprodukte für Elektrifizierung, Maschinenbau und Automotive.

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Kontext

Kupfer notiert an der COMEX Mitte Juni um 6,50 US-Dollar je Pfund, nahe dem Rekord von 6,69 US-Dollar vom 13. Mai. Treiber sind Angebotsstörungen, rückläufige chinesische Raffinadeproduktion und die erwarteten US-Zölle. Das US-Handelsministerium muss dem Präsidenten bis zum 30. Juni einen Bericht zum Kupfermarkt vorlegen, auf dessen Basis über Zölle auf raffiniertes Kupfer entschieden wird. Auf halbfertige Kupferprodukte gilt bereits ein Zoll von 50 Prozent.

Für Mitglieder

Steigende Kupferkosten und ein möglicher Zoll auf Raffinadekupfer treffen kupferintensive Mitglieder. Chile und Peru als verlässliche Lieferanten gewinnen strategisch an Bedeutung für die Versorgungssicherheit.

Quellen

Mexico Business →Congress/CRS →

ChileChance

Chile: Codelco/SQM-Gemeinschaftsunternehmen reicht in der zweiten Junihälfte die Umweltstudie für Salar Futuro ein

Warum relevant: Das Projekt soll Chiles Lithiumförderung neu ordnen und zielt auf 280.000 bis 300.000 Tonnen Lithiumcarbonat pro Jahr. Für die europäische Batterie- und Automobilkette ist eine verlässliche Lithiumquelle außerhalb Chinas strategisch.

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Kontext

NovaAndino, das Gemeinschaftsunternehmen des staatlichen Kupferkonzerns Codelco und des Lithiumproduzenten SQM (der Staat hält gut die Hälfte), will in der zweiten Junihälfte die Umweltverträglichkeitsstudie für das Projekt Salar Futuro einreichen. Das Vorhaben setzt auf direkte Lithiumextraktion mit höherer Ausbeute und geringerem Wasserverbrauch und zielt auf 280.000 bis 300.000 Tonnen LCE pro Jahr vor 2030. Codelcos Kupferförderung lag im ersten Quartal 2026 mit 271.300 Tonnen rund 8 Prozent unter Vorjahr.

Für Mitglieder

Für Mitglieder der Batterie-, Automobil- und Chemiekette eröffnet ein skaliertes, wassersparendes Lithiumprojekt in Chile eine Diversifizierungsoption. Genehmigungsverlauf und Zeitplan sollten beobachtet werden.

Quellen

Rio Times →Discovery Alert →

Brüssel

Europäischer Rat am 18./19. Juni: Wettbewerbsfähigkeit, globale Ungleichgewichte und der EU-Finanzrahmen 2028-2034

Warum relevant: Die Staats- und Regierungschefs geben der Kommission die Leitlinien für Wettbewerbsfähigkeit und Handelspolitik vor, die direkt auf das industrielle Umfeld durchschlagen.

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Kontext

In Brüssel diskutieren die Staats- und Regierungschefs am 18. und 19. Juni vorrangig die Wettbewerbsfähigkeit, ausgehend von der Agenda 'One Europe, One Market'. Beim Abendessen stehen globale makroökonomische Ungleichgewichte und ihre Folgen für Europa im Mittelpunkt. Weitere Themen sind der mehrjährige Finanzrahmen 2028 bis 2034, die Ukraine, Nahost und Migration.

Für Mitglieder

Für die Industrie zählt, welche Signale der Rat zu Binnenmarkt, Bürokratieabbau und einer robusteren Handelspolitik gegenüber China gibt. Die Schlussfolgerungen formen den Rahmen für Investitionen und Lieferketten.

Quellen

Einladungsschreiben →Rat →

BrüsselChance

EU-Mercosur: vorläufige Anwendung läuft seit 1. Mai, EuGH-Gutachten verzögert die Ratifizierung um bis zu 18 Monate

Warum relevant: Die vorläufige Anwendung senkt bereits Zölle für weite Teile des Handels, während die juristische Unsicherheit über die endgültige Ratifizierung bestehen bleibt.

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Kontext

Das Interims-Handelsabkommen wird seit dem 1. Mai 2026 vorläufig angewandt, gestützt auf einen Ratsbeschluss. Die Mercosur-Staaten haben ihrerseits ratifiziert, Paraguay als letztes am 17. März. Das Europäische Parlament hat im Januar ein Gutachten des EuGH zur Vertragskonformität beantragt, was die parlamentarische Ratifizierung um 16 bis 18 Monate aussetzt. Das vollständige Abkommen muss zudem von allen Mitgliedstaaten ratifiziert werden.

Für Mitglieder

Mitglieder profitieren bereits jetzt von Zollsenkungen im Warenhandel mit dem Mercosur. Die Rechtsunsicherheit bis zum EuGH-Gutachten bleibt jedoch ein Planungsrisiko für langfristige Investitionsentscheidungen.

Quellen

White & Case →EP Legislative Train →

ArgentinienChance

Argentinien: Mai-Inflation auf 2,1 %, tiefster Wert seit acht Monaten, Jahresrate über 33 %

Warum relevant: Die fortgesetzte Disinflation stützt die Stabilisierung und verbessert mittelfristig das Umfeld für Investitionen und Planbarkeit in Argentinien.

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Kontext

Das Statistikamt INDEC meldete für Mai einen monatlichen Preisanstieg von 2,1 Prozent, den niedrigsten Wert seit acht Monaten und leicht unter der Markterwartung von 2,3 Prozent. Die Jahresrate liegt über 33 Prozent. Den stärksten Anstieg verzeichneten Kommunikation und Bildung. Der Aufbau von Währungsreserven bleibt der Knackpunkt des Stabilisierungsprogramms.

Für Mitglieder

Sinkende Inflation und ein stabilerer Peso verbessern die Kalkulationsbasis für Mitglieder mit Argentinien-Geschäft. Entscheidend bleiben Kapitalverkehrsregeln und die Verlässlichkeit des Reservenaufbaus.

Quellen

IndexBox →Trading Economics →

Kolumbien

Kolumbien vor der Stichwahl am 21. Juni: de la Espriella (43,7 %) gegen Cepeda (40,9 %)

Warum relevant: Der Ausgang entscheidet über Wirtschaftskurs, Rechtssicherheit und die Außenpolitik eines wichtigen Andenmarktes, auch für Energie und Rohstoffe.

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Kontext

In der ersten Runde am 31. Mai führte der rechtsgerichtete Anwalt Abelardo de la Espriella mit 43,7 Prozent vor dem linken Regierungskandidaten Iván Cepeda mit 40,9 Prozent. Am 21. Juni treffen beide in der Stichwahl aufeinander. Sie stehen für gegensätzliche Modelle bei Sicherheit, Rolle des Staates und Wirtschaftspolitik; das Ergebnis könnte auch das Verhältnis zu den USA neu justieren.

Für Mitglieder

Für Mitglieder mit Kolumbien-Geschäft sind Energiepolitik, Investitionsschutz und Haushaltskurs des nächsten Präsidenten maßgeblich. Ein Richtungswechsel kann Genehmigungen und Vertragsbedingungen spürbar verändern.

Quellen

AS/COA →CNN →

Berlin & BrüsselRisiko

Deutschland: ifo-Exporterwartungen im Mai auf tiefstem Stand seit April 2025, Erholung erst ab dem zweiten Quartal

Warum relevant: Schwache Exporterwartungen und der Zolldruck belasten die Auftragslage der Mitglieder und verstärken den Anreiz, Absatzmärkte außerhalb der USA und Chinas zu erschließen.

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Kontext

Bundesbank (0,6 %), ifo (0,8 %) und IW (0,9 %) erwarten für 2026 nur ein moderates Wachstum. Die Erholung soll ab dem zweiten Quartal anziehen, getragen von Staatsausgaben und langsam wieder steigenden Exporten. Das ifo-Barometer der Exporterwartungen fiel im Mai 2026 jedoch auf den tiefsten Stand seit April 2025. Das ifo schätzt, dass US-Zölle das BIP-Wachstum 2026 um 0,6 Prozentpunkte dämpfen.

Für Mitglieder

Die schwache Exportdynamik unterstreicht die strategische Bedeutung neuer Märkte. Lateinamerika bietet hier Diversifizierungspotenzial, sofern Handelsabkommen und Rohstoffpartnerschaften verlässlich umgesetzt werden.

Quellen

Bundesbank →CTMfile →

Mitglieder

Brasilien: Steuerreform-Pflicht ab 1. August, E-Rechnungen mit CBS und IBS, 10 % Quellensteuer auf Dividenden ins Ausland

Warum relevant: Die brasilianische Steuerreform berührt unmittelbar ERP-Systeme, Verträge und die Gewinnrepatriierung der Mitglieder mit Brasilien-Geschäft.

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Kontext

Brasilien befindet sich seit Januar 2026 in der Übergangsphase seiner großen Steuerreform. Ab dem 1. August 2026 müssen Unternehmen elektronische Steuerdokumente mit den Angaben zu den neuen Abgaben CBS und IBS ausstellen. Parallel greift eine zum Jahresende 2025 beschlossene Quellensteuer von 10 Prozent auf ins Ausland gezahlte Gewinne und Dividenden. Die Detailregulierung des Rechnungssystems ist noch in Arbeit.

Für Mitglieder

Mitglieder mit Tochtergesellschaften in Brasilien sollten ihre ERP- und Rechnungsprozesse zeitnah anpassen und die Auswirkungen der neuen Quellensteuer auf die Repatriierung von Gewinnen prüfen.

Quellen

EY →KPMG →

LADW im BlickKeine neuen Presse-Erwähnungen des LADW, seiner Gremien oder des Vorsitzenden Thomas Schmall in den letzten 24 Stunden. Wird täglich überwacht.

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