LADW - Lateinamerika-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

Morning Brief

Montag, 15. Juni 2026  ·  Ausgabe 4  ·  Lesezeit 1 - 5 Min

Top News

01G7-Gipfel in Évian eröffnet: Trump in Europa, kein gemeinsames Kommuniqué erwartet, Brasilien als Gast Geopolitik 02EU-Parlament stimmt am 16. Juni final über den 15-Prozent-Zollrahmen mit den USA ab Geopolitik 03Super-Quarta am 17. Juni: Copom und Fed entscheiden, brasilianische Inflation über dem Zielband Brasilien 04Europäischer Rat am 18./19. Juni: Wettbewerbsfähigkeit und härtere Linie zu Chinas Überkapazitäten Geopolitik 05USMCA: Zweite Verhandlungsrunde USA-Mexiko am 16./17. Juni, neue US-Zolldrohung von 10 Prozent Mexiko 06China und USA verlängern Zoll-Waffenstillstand, Seltene-Erden-Kontrollen vorerst ausgesetzt Geopolitik 07Kolumbien vor der Stichwahl am 21. Juni: Umfragen sehen de la Espriella vor Cepeda Kolumbien 08Rohstoffe: Lithium gibt deutlich nach, Kupfer nahe Rekord im Sog der US-Zollprüfung Rohstoffe 09Argentinien: Mai-Inflation auf 2,1 Prozent, tiefster Wert seit acht Monaten Argentinien 10Brasilien: BYD überholt Volkswagen erstmals im Monatsabsatz, chinesischer Druck wächst Mitglieder 11EU-Mercosur: Vorläufige Anwendung läuft, EuGH-Gutachten verzögert die Ratifizierung Brüssel 12EU-Stahl-Schutzklausel läuft zum 30. Juni aus, neues Zollkontingent-Regime ab 1. Juli Brüssel

Meldungen

GeopolitikRisiko

G7-Gipfel in Évian eröffnet: Trump in Europa, kein gemeinsames Kommuniqué erwartet, Brasilien als Gast

Warum relevant: Der Gipfel setzt den Ton für die Handelspolitik der Woche, von den US-Zöllen über kritische Rohstoffe bis zur Frage, wie geschlossen der Westen gegenüber China auftritt.

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Kontext

Frankreich richtet den 52. G7-Gipfel vom 15. bis 17. Juni in Évian-les-Bains aus. Als erster Staatschef traf der brasilianische Präsident Lula ein, der als Gast Frankreichs geladen ist, neben Indien, Südkorea, Ägypten und Kenia. Im Mittelpunkt stehen Wirtschaftssicherheit, industrielle Überkapazitäten, Lieferketten-Resilienz und kritische Rohstoffe. Zum zweiten Jahr in Folge zeichnet sich kein gemeinsames Abschlusskommuniqué ab: Präsident Trump hat seine Delegation angewiesen, einen solchen Text nicht mitzutragen, während Washington neue Zölle auf Autoimporte prüft. Überlagert wird die Agenda von einem soeben verkündeten US-iranischen Rahmenabkommen.

Für Mitglieder

Für die deutsche Industrie zählt vor allem, ob es bei den transatlantischen Zöllen Bewegung gibt und wie eng sich die G7 in der China-Politik abstimmen. Beides prägt das Umfeld für Lieferketten und die Diversifizierungsstrategie der LADW Richtung Lateinamerika. Brasilien am Tisch unterstreicht die Hinwendung zu verlässlichen Partnern.

Quellen

Rat der EU →PBS NewsHour →Euronews →

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GeopolitikRisiko

EU-Parlament stimmt am 16. Juni final über den 15-Prozent-Zollrahmen mit den USA ab

Warum relevant: Das Votum macht den Basiszoll von 15 Prozent auf nahezu alle EU-Waren rechtsverbindlich. Für die exportstarke deutsche Industrie, allen voran Automotive, geht es um Planungssicherheit und Milliardenbeträge.

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Kontext

Das Europäische Parlament stimmt in seiner Plenarwoche in Straßburg am 16. Juni final über zwei Verordnungen zur Umsetzung der Zoll-Elemente des EU-US-Joint-Statements ab. Der Handelsausschuss INTA hatte den in der Trilog-Einigung vom 20. Mai ausgehandelten Text am 2. Juni mit 31 zu 6 Stimmen bei 3 Enthaltungen gebilligt. Kern: 15 Prozent US-Zoll auf die meisten EU-Ausfuhren, im Gegenzug Nullzölle der EU auf US-Industriegüter. Eingebaut ist ein Aussetzungsmechanismus, falls die USA ihre Stahl- und Aluminiumzölle nicht bis Ende 2026 zurücknehmen; das Abkommen läuft bis Ende 2029. Trump hat 25 Prozent Zoll auf EU-Autos angedroht.

Für Mitglieder

Der 15-Prozent-Zoll ist für viele Mitglieder bereits eingepreist, die eigentliche Unsicherheit liegt im politischen Prozess und in der Auto-Drohung. Der Suspendierungsmechanismus bei Stahl und Aluminium ist der Hebel, den deutsche Stahl- und Maschinenbauunternehmen im Blick behalten sollten.

Quellen

Rat der EU →Euronews →

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Brasilien

Super-Quarta am 17. Juni: Copom und Fed entscheiden, brasilianische Inflation über dem Zielband

Warum relevant: Zinsniveau und Inflationspfad bestimmen Finanzierungskosten und Realwechselkurs für deutsche Töchter und Exporteure in Brasilien.

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Kontext

Der Leitzins Selic liegt bei 14,50 Prozent. Zur Super-Quarta am 17. Juni entscheiden Copom und US-Notenbank am selben Tag. Das Focus-Bulletin sah zuletzt mehrheitlich eine kleine Senkung um 0,25 Prozentpunkte, doch nach dem höher als erwarteten Mai-IPCA ist die Wahrscheinlichkeit einer Beibehaltung gestiegen. Die Verbraucherpreise stiegen im Mai um 4,72 Prozent gegenüber Vorjahr, über dem oberen Rand des Zielbands von 4,5 Prozent und der höchste Mai-Wert seit fünf Jahren. Die Fed dürfte still halten, die EZB hatte am 11. Juni erstmals seit fast drei Jahren wieder erhöht.

Für Mitglieder

Hohe Realzinsen verteuern lokale Finanzierung, stützen aber den Real. Für Investitions- und Hedging-Entscheidungen ist der Ton der Copom-Kommunikation wichtiger als die Einzelentscheidung.

Quellen

InfoMoney →CNN Brasil →

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GeopolitikRisiko

Europäischer Rat am 18./19. Juni: Wettbewerbsfähigkeit und härtere Linie zu Chinas Überkapazitäten

Warum relevant: Die Staats- und Regierungschefs richten den Rahmen für neue Schutzinstrumente aus. Das berührt direkt die Lieferketten und Absatzmärkte der deutschen Industrie.

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Kontext

Ratspräsident Costa hat die Staats- und Regierungschefs mit Einladungsschreiben vom 11. Juni nach Brüssel geladen. Beim Arbeitsessen sollen sie sich auf globale makroökonomische Ungleichgewichte und deren Folgen für Europas Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren und der Kommission Leitlinien geben; daneben stehen Ukraine, Nahost, der nächste Finanzrahmen und Verteidigung. Im Hintergrund steht das geplante Überkapazitäts-Instrument der Kommission, das Chinas Marktzugang in einzelnen Sektoren beschränken könnte. Peking hat mit entschlossenen Gegenmaßnahmen gedroht.

Für Mitglieder

Jede Verschärfung wirkt in beide Richtungen: Schutz vor subventionierten Importen, aber auch Risiko chinesischer Vergeltung gegen deutsche Exporteure. Das stärkt das Kernargument der LADW, Lieferketten über Diversifizierung und Resilienz breiter aufzustellen, mit Lateinamerika als natürlichem Partner.

Quellen

Rat der EU →EUobserver →

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MexikoRisiko

USMCA: Zweite Verhandlungsrunde USA-Mexiko am 16./17. Juni, neue US-Zolldrohung von 10 Prozent

Warum relevant: Ursprungsregeln und Zollarchitektur des USMCA entscheiden über die Nearshoring-Kalkulation deutscher Zulieferer mit Mexiko-Produktion für den US-Markt.

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Kontext

Nach der ersten Runde am 28./29. Mai in Mexiko-Stadt folgt am 16. und 17. Juni die zweite bilaterale Runde in Washington, Schwerpunkte Landwirtschaft und faire Wettbewerbsbedingungen; eine dritte Runde ist für die Woche des 20. Juli geplant. Die gemeinsame Überprüfung des Abkommens startet zum 1. Juli. Mexiko und Kanada hatten eine feste Verlängerung bis 2042 beantragt. Parallel hat das US-Handelsministerium einen zusätzlichen Zoll von 10 Prozent auf mexikanische Importe ins Spiel gebracht, den Mexikos Wirtschaftsministerium anficht.

Für Mitglieder

Mitglieder mit Nearshoring-Plänen sollten die Runden eng verfolgen. Der Unterschied zwischen fester Verlängerung und jährlicher Prüfung sowie die neue Zolldrohung entscheiden über die Investitionssicherheit in Automotive und Elektroindustrie.

Quellen

USTR →Mexico Business News →

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GeopolitikChance

China und USA verlängern Zoll-Waffenstillstand, Seltene-Erden-Kontrollen vorerst ausgesetzt

Warum relevant: Die Aussetzung der chinesischen Seltene-Erden-Kontrollen verschafft globalen Lieferketten, auch deutschen Auto-, Magnet- und Elektronikherstellern, vorübergehend Luft.

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Kontext

Washington und Peking haben ihren Zoll-Waffenstillstand um weitere 90 Tage verlängert. Die US-Zölle auf die meisten chinesischen Waren bleiben auf hohem Niveau, China deckelt eigene Zölle und verschiebt verschärfte Exportkontrollen für Seltene Erden um etwa ein Jahr beziehungsweise setzt Lizenzregeln aus. Strittig bleiben Halbleiter und die dauerhafte Absicherung der Rohstofflieferungen. Beim G7-Gipfel stehen kritische Mineralien-Lieferketten ebenfalls auf der Agenda.

Für Mitglieder

Die Atempause senkt kurzfristig das Risiko von Lieferengpässen bei Magneten und Spezialmetallen. Die Fragilität des Arrangements unterstreicht jedoch, warum Versorgungssicherheit über mehrere Quellen, gerade in Lateinamerika, strategisch bleibt.

Quellen

CSIS →China Briefing →

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KolumbienRisiko

Kolumbien vor der Stichwahl am 21. Juni: Umfragen sehen de la Espriella vor Cepeda

Warum relevant: Der Ausgang bestimmt Kolumbiens Wirtschafts- und Außenkurs, einschließlich der Energie-, Bergbau- und Rohstoffpolitik.

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Kontext

In der ersten Runde am 31. Mai lag der rechtsgerichtete Anwalt Abelardo de la Espriella vor dem Senator des regierenden Pacto Histórico, Iván Cepeda. Mehrere Mitte Juni veröffentlichte Umfragen sehen de la Espriella in der Stichwahl vorn: Guarumo/Ecoanalítica bei rund 52,6 zu 45,0 Prozent, AtlasIntel bei 50,9 zu 43,1 Prozent, das Centro Nacional de Consultoría knapper bei 48,6 zu 44,7 Prozent. Analysten erwarten dennoch ein enges Rennen in einem stark polarisierten Klima. Der Amtsantritt ist für den 7. August vorgesehen.

Für Mitglieder

Für Mitglieder mit Engagement in den Anden zählt vor allem die Berechenbarkeit von Energie-, Bergbau- und Außenwirtschaftspolitik. Bis zur Stichwahl empfiehlt sich Zurückhaltung bei neuen Festlegungen.

Quellen

El Tiempo →Infobae →

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Rohstoffe

Rohstoffe: Lithium gibt deutlich nach, Kupfer nahe Rekord im Sog der US-Zollprüfung

Warum relevant: Die Preisbewegungen bestätigen die CEO-Agenda der LADW zu kritischen Rohstoffen: Versorgungssicherheit bleibt das strategische Thema, Lateinamerika der natürliche Partner.

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Kontext

Batteriefähiges Lithiumkarbonat hat im Juni deutlich nachgegeben und notiert in China bei rund 170.500 Yuan je Tonne, gut 11 Prozent unter dem Vormonat, zugleich aber weit über dem Vorjahr. Höhere Preise hatten stillgelegte Kapazitäten zurück in den Markt geholt. Kupfer notiert dagegen nahe Rekordniveau, getrieben von der laufenden US-Zollprüfung nach den Aufschlägen auf Kupferhalbzeug von 2025. Die chilenische Kupferkommission Cochilco hat ihre Preisprognose für 2026 zuletzt angehoben. Strukturell bleibt das Angebot bei beiden Metallen eng.

Für Mitglieder

Die Volatilität unterstreicht das Argument für langfristige Partnerschaften mit Chile, Argentinien und Brasilien statt kurzfristiger Spotbeschaffung, exakt die Stoßrichtung der CEO Agenda der LADW zu kritischen Rohstoffen.

Quellen

Trading Economics →MINING.COM →

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ArgentinienChance

Argentinien: Mai-Inflation auf 2,1 Prozent, tiefster Wert seit acht Monaten

Warum relevant: Die fortschreitende Disinflation verbessert den Investment Case für Rohstoff- und Energieprojekte, das Reserven- und Finanzierungsrisiko bleibt aber hoch.

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Kontext

Die Monatsinflation lag im Mai laut INDEC bei 2,1 Prozent, nach 2,6 Prozent im April und damit der niedrigste Wert seit September 2025. Im Jahresverlauf summiert sich die Teuerung auf 14,7 Prozent, über zwölf Monate auf 33,2 Prozent. Der Konsens erwartet eine weitere Verlangsamung, der IWF rechnet allerdings erst um 2028 mit einer einstelligen Jahresrate. Im Hintergrund bleibt der Druck auf die Zentralbank, im Rahmen der IWF-Ziele Reserven aufzubauen.

Für Mitglieder

Für Mitglieder mit Lithium-, Kupfer- und Energieinteressen verbessert sich der Investment Case spürbar. Projekte sollten aber gegen Wechselkurs- und Finanzierungsrisiken breit abgesichert werden, die Reformkoalition bleibt fragiler als die Marktdaten nahelegen.

Quellen

Infobae →Chequeado →

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Mitglieder & BranchenRisiko

Brasilien: BYD überholt Volkswagen erstmals im Monatsabsatz, chinesischer Druck wächst

Warum relevant: Ein chinesischer Hersteller läuft dem deutschen Platzhirsch im größten Markt Lateinamerikas erstmals monatsweise den Rang ab. Das berührt die Wettbewerbsposition der Mitglieder unmittelbar.

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Kontext

Im kumulierten Einzelhandel von Januar bis Mai 2026 führt Volkswagen do Brasil den Markt weiter an, mit gut 74.000 Einheiten und rund 13 Prozent Anteil. Im Einzelmonat Mai wurde Volkswagen jedoch erstmals von BYD überholt, knapp 16.900 zu rund 14.800 Einheiten; fünf der zehn meistverkauften Einzelhandelsmodelle stammten von chinesischen Marken. Die Daten beziehen sich auf den Stand Anfang Juni.

Für Mitglieder

Der Vorgang ist ein konkretes Signal, dass chinesische Hersteller ihre Position in Lateinamerika rasch ausbauen. Für die LADW-Debatte um Diversifizierung und Resilienz liefert er ein anschauliches Beispiel dafür, dass der Wettbewerb mit China längst auch in den Heimatmärkten der Region ausgetragen wird.

Quellen

car.blog.br →VW do Brasil →

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Berlin & Brüssel

EU-Mercosur: Vorläufige Anwendung läuft, EuGH-Gutachten verzögert die Ratifizierung

Warum relevant: Die Zollvorteile gelten bereits, doch das angerufene EuGH-Gutachten kann die endgültige Ratifizierung um deutlich über ein Jahr verschieben.

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Kontext

Der Handelsteil des Interimsabkommens wird seit dem 1. Mai 2026 vorläufig angewandt, nachdem Argentinien und Uruguay ratifiziert hatten. Das Europäische Parlament hatte den EuGH am 21. Januar mit knapper Mehrheit um ein Gutachten zur Vertragskonformität ersucht. Das Verfahren blockiert die vorläufige Anwendung nicht, suspendiert aber die parlamentarische Ratifizierung; ein Gutachten wird frühestens Ende 2027 erwartet. Polen bereitet zusätzlich eine eigene Klage vor. Brasilien strebt seinen Abschluss der Ratifizierung noch 2026 an.

Für Mitglieder

Planungsgrundlage bleibt die vorläufige Anwendung: Zollvorteile für Industriegüter sind bereits nutzbar. Für langfristige Investitionen bleibt die Ratifizierungsunsicherheit ein Faktor, den die LADW in Berlin und Brüssel adressieren sollte.

Quellen

EU-Kommission →France 24 →

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Berlin & BrüsselRisiko

EU-Stahl-Schutzklausel läuft zum 30. Juni aus, neues Zollkontingent-Regime ab 1. Juli

Warum relevant: Das neue Regime mit höheren Zöllen und engeren Quoten verteuert tendenziell die Stahlbeschaffung und betrifft stahlintensive Mitglieder direkt.

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Kontext

Die seit 2018 bestehende EU-Schutzklausel für Stahl läuft am 30. Juni aus. Zum 1. Juli tritt ein neues Regime mit Zollkontingenten in Kraft, das den Produktumfang von 28 auf 30 Kategorien erweitert, die Quoten verengt und die Zölle oberhalb der Kontingente anhebt. Parlament und Rat hatten sich am 13. April politisch geeinigt. Hintergrund sind die globalen Überkapazitäten, vor allem aus China.

Für Mitglieder

Stahlverarbeitende Mitglieder sollten Bezugsverträge und Lieferketten auf das neue Regime hin prüfen. Höhere Einfuhrkosten können die Kalkulation in Maschinenbau, Automotive und Anlagenbau spürbar belasten.

Quellen

Rat der EU →Trade Compliance Hub →

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LADW im BlickKeine neuen Presse-Erwähnungen der LADW, ihrer Gremien oder des Vorsitzenden Thomas Schmall in den letzten 24 Stunden. Wird täglich überwacht.

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